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Duft von Glühwein und Tannen

Beim ersten Burscheider Tannenbaumfest beschenkte der Weihnachtsmann auch Mütter

Burscheid. In der Burscheider Innenstadt roch es am Sonntag nach Glühwein und Tannenbäumen - der Ursprung der Düfte war schnell gefunden: Das erste Burscheider Tannenbaumfest, das von einem verkaufsoffenen Sonntag und einem Tannenbaum-Verkauf von der Gärtnerei Höpken begleitet wurde. Vor den Geschäften hatten Vereine, Institutionen und Parteien Stände aufgebaut. Auch das Bündnis für Burscheid (BfB) hatte einen Stand, wo die Mitglieder reichlich Glühwein verkauften. "Wir haben 80 Liter Glühwein besorgt," erzählte Fraktionsvorsitzender Michael Baggeler. Nach ein paar Stunden war ein Großteil davon schon weg. Schon früher habe der BfB immer am dritten Advent einen Stand auf der Hauptstraße gehabt. Damals aber nur für den verkaufsoffenen Sonntag. "Da nun heute auch das erste Tannenbaumfest in der Burscheider Innenstadt veranstaltet wird, hoffen wir natürlich auf noch mehr Umsatz," sagt Baggeler. Der Erlös des Verkaufs gehe komplett an den Kinderschutzbund. Nicht nur der Glühweinverkauf sei Tradition des BfB am dritten Advent, auch eine Weihnachtsmann-Aktion: Ein Mitglied verkleidet sich jedes Jahr als Weihnachtsmann und verteilt Geschenke an Kinder. Dieses Jahr war Klaus Ignatz an der Reihe. Viele Kinder scharten sich um ihn, um schon ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk zu ergattern. Doch es gab auch hier eine Erneuerung: Dieses Jahr gab es auch Geschenke für die Mütter. Denn diese würden in der Adventszeit immer besonders viel arbeiten. Alle Geschenke wurden von Mitgliedern des Bündnisses gespendet.

Weihnachtsstimmung kam auch durch ein Adventssingen von Schülern der Montanusschule auf. Auf den Stufen neben der Buchhandlung von Ute Henschel standen die Kinder in einer Reihe. Ob "Lasst uns froh und munter sein" oder "Kling, Glöckchen", sie sangen vor allem traditionelle Weihnachtslieder. Begleitet wurden sie dabei von Lehrerin Annette Willuweit an der Gitarre. Auch beim Singen bekamen sie von ihr Unterstützung. "Dieses Jahr sind unter den Sängern besonders viele Erstklässler. Da es mit dem Lesen noch etwas schwierig ist, haben wir uns beim Textlernen vor allem auf den Refrain konzentriert," erzählte Willuweit. Beim Singen der Strophen wurden die Kinder deswegen auch von den Zuschauern unterstützt. Stolz standen Eltern und Großeltern um den kleinen Chor herum und filmten. Die kleinen Sänger wurden von Lied zu Lied selbstbewusster und lockten immer mehr Zuschauer an. Wer nach dem gemeinsamen Adventssingen mit den Schülern noch nicht genug hatte, konnte danach zur Evangelischen Kirche gehen und dort an einem offenen Singen teilnehmen.

Von Antonia Everding, Kölner Stadt-Anzeiger vom 18.12.2017

– Quelle: www.ksta.de/29309886 ©2017