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Vitalbad: BfB will flexibleres Tarifsystem

Ziel der Initiative ist es, das Bad vor allem für die Burscheider selbst und junge Familien attraktiver zu machen

Burscheid. Das Bündnis für Burscheid (BfB) stellt das bislang gültige System der Eintrittspreise für das Vitalbad in Frage. In einem Schreiben an den Geschäftsführer der Burscheider Bad, GmbH, Christian Meuthen, bittet die Ratsfraktion die ab Ende kommenden Jahres vorgesehene viermonatige Schließung des Bades aufgrund der Beckensanierung für eine grundlegende Umstellung des Tarifsystems zu nutzen.

„Wir wissen, dass die Frage, ob nicht auch im Vitalbad Burscheid Badezeiten von einer oder mehreren Stunden gebucht werden können, immer wieder Thema im Aufsichtsrat der Burscheider Bad GmbH war. Die abschlägige Antwort der Geschäftsleitung wurde im Wesentlichen mit dem Kostenaufwand einer Umstellung des Kassensystems begründet“, teilt Thomas Kaps, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, mit.

Das BfB sei jedoch nach zahlreichen Gesprächen mit Burscheiderinnen und Burscheidern zu dem Schluss gekommen, dass eine Investition in das Kassen- und Tarifsystem geeignet ist, mehr heimische Badegäste aus Burscheid selbst gewinnen zu können. Kaps: „Denn gerade junge Familien mit mehreren Kindern wählen meist den Besuch in Bädern der Nachbarstädte mit gestaffelten Badezeiten, um Geld zu sparen – zumal sie Tageskarten zeitlich gar nicht ausnutzen können. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Burscheid würden das heimische Vitalbad gerne tagsüber für ein, zwei Stunden nutzen, sind aber nicht bereit, dafür einen Tagestarif von 8 Euro zu bezahlen.“

Der stellvertretende BfB-Fraktionsvorsitzende schreibt weiter: „Die Besucherzahlen des Vitalbades sinken seit Jahren. Daher sind neue Bewertungen des Angebotes und der Besucherpreise unseres Vitalbades erforderlich, um dieses Freizeitangebot auch als Standortfaktor für Burscheid langfristig sichern zu können.“

Das BfB hofft nun, dass sich auch der Aufsichtsrat mit diesem Thema konstruktiv auseinandersetzt. Kaps: „Wir schließen nicht aus, bei Zeiten einen entsprechenden Antrag an den Rat der Stadt zu richten.“