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„Neuausrichtung“ der Senioren- und Pflegeberatung: BfB überrascht über CDU-Vorstoß

Bürgermeisterkandidatin Ulrike Hanke: "Wir brauchen die Beratungsangebote weiter vor Ort."

Burscheid. Überrascht zeigt sich das Bündnis für Burscheid (BfB) über das Schreiben der Burscheider CDU an den Landrat, in dem sie sich gegen „eine geplante Neuausrichtung der Senioren- und Pflegeberatung im Kreis“ einsetzt. Thomas Kaps, sozialpolitischer Sprecher der BfB-Fraktion, teilt mit: „In Burscheid hat nach unserer Erkenntnis bislang niemand von dieser Absicht des Kreises gewusst, jedenfalls wurde die Politik in Burscheid mit diesem Ansinnen nicht konfrontiert.“ Um so erstaunlicher sei, dass ausgerechnet die CDU hier interveniere, obgleich die Burscheider Parteivorsitzende Erika Gewehr dem Vorstand der CDU-Kreistagsfraktion angehört. Kaps: „Uns interessiert, ob denn die Stadtverwaltung in Burscheid über den Plan des Kreises informiert war.“

BfB-Bürgermeisterkandidatin Ulrike Hanke betont: „Selbstverständlich setzen auch wir uns dafür ein, die Seniorenberatung weiter vor Ort in Burscheid zu halten. Gerade vor dem Hintergrund der wachsenden Gruppe älterer Menschen auch in Burscheid wäre es absolut falsch, die einzelnen Beraterinnen für mehrere Städte und Gemeinde einzusetzen – ganz abgesehen von zusätzlichen Fahrzeiten, die nicht nur die Beratungszeiten schmälern, sondern darüber hinaus auch die Umwelt beeinträchtigen.“

Ausgerechnet den Senioren zuzumuten, auf Beratungen in Krisensituationen wie beispielsweise der unerwartet eintretenden Pflegebedürftigkeit nach einer Erkrankung warten zu müssen oder bei jeder Beratung auf eine andere Person zu treffen, mache aus fachlicher Sicht keinen Sinn, so Hanke, die selbst Sozialamtsleiterin ist. „Im Gegenteil: Die Tendenz geht eher dahin, gerade für die Beratungen mehr Personal bereitzustellen, um den Verbleib in der eigenen Wohnung so lange wie möglich zu erhalten.“