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Interfraktioneller Antrag zu ISEK 2030: BfB mahnt Gründlichkeit bei Kirchenkurve und Marktplatz an

Burscheid. Das Bündnis für Burscheid (BfB) drängt bei der geplanten Umsetzung des ISEK 2030 (Bereich Kirchenkurve und Marktplatz) auf die Klärung zahlreicher offener Kernfragen.

In einem gemeinsamen, interfraktionellen Antrag mit SPD, Grünen und FDP, der am Mittwoch an Bürgermeister Dirk Runge übermittelt wurde, fordern die Fraktionen umfassende Aufklärung bis zur Ausschusssitzung am 25. Juni. 

Die Fraktionen sehen insbesondere beim Thema Parkraum kritische Engpässe. Da durch die Umgestaltung öffentliche Stellflächen wegfallen, wird die Vorlage eines schlüssigen Parkraumkonzeptes noch vor Realisierung der Baumaßnahmen gefordert. Auch bestehende private Parkrechte und Zufahrten im Bereich der Friedrich-Goetze-Straße und Mittelstraße seien in den bisherigen Entwürfen unzureichend berücksichtigt worden. 

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die mangelnde Einbindung der Eigentümer. „Es darf nicht passieren, dass direkt betroffene Immobilieneigentümer erst im Rahmen der öffentlichen Vorstellung von den massiven Veränderungen erfahren“, so die Kritik aus den Fraktionen. Hier fordern die Fraktionen, die Eigentümer eng in die Detailplanung einzubinden und Vorschläge zur Außengastronomie oder zur historischen Würdigung des Areals zu prüfen. 

Neben ökologischen Ergänzungen – wie der Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips und der Installation eines barrierefreien Trinkwasserbrunnens – warnt das BfB vor unkalkulierbaren Folgekosten. So wirft die Anschaffung eines vom Orchesterverein angeregten „akustischen Sonnensegels“, welches schätzungsweise die dreifachen Kosten eines Standardsegels verursacht, erhebliche Fragen zur Förderfähigkeit und den späteren Betriebskosten auf. 

Sollte die Verwaltung die offenen Punkte bis zum 25.06.2026 nicht lückenlos beantworten können, beantragt die interfraktionelle Runde eine Verschiebung des Beschlusses in den September. Dies sichere die planerische Qualität, ohne die finale Antragsfrist für die Städtebauförderung am 31. Oktober 2026 zu gefährden.

Download des Antrages im PDF-Format

Ihr Ansprechpartner: Volker Höttgen, Tel. 0170 2781038